Geschwisterkinder im Malort

Die Kinder durften an diesem besonderen Ort ganz sie selbst sein, ohne Erwartungen erfüllen zu müssen.

Malort

Der Alltag von Geschwister von schwerkranken Kindern ist stärker von Sorgen, Krankenhausaufenthalten und wechselhafter Aufmerksamkeit der Eltern geprägt. Häufig lernen sie früh, Rücksicht zu nehmen, Verantwortung zu tragen und ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Zwischen Mitgefühl, Angst, Loyalität und dem Wunsch nach Normalität bewegen sie sich einem Spannungsfeld, das andere Kinder meist nicht kennen.

Deswegen war der Ausflug zum Malort ein ganz besonderes Erlebnis, denn die Kinder können hier frei und ohne Bewertung malen. Es gibt keine Vorgaben, weder Lob noch Kritik, nur Farben, Pinsel und Papier. Die Kinder dürfen ganz sie selbst sein, ohne Erwartungen erfüllen zu müssen. Im Malort können sie innere Bilder, Gefühle und Erfahrungen ausdrücken, die oft noch keine Worte haben.